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Jahreskreis im Medizinrad 

15 Sep 2019

Herbst die Jahreszeit der Transformation

Eine Pflanzenpuja und Gedanken zum Herbst.

Untrügliche Boten des Herbstes kann man bei uns auf den Wiesen und Wäldern antreffen, die Herbstzeitlose.

Es ist für mich die Zeit der Transformation vom Leben zum Tode, die Herbstzeitlose auch „Winterempfang“ genannt ist die Botin zur Ankündigung dieser Transformation. 

Im Herbst schließt sich der Jahreskreis mit dem Tode allen irdischen Lebens nach dem schamanischen Medizinrad.

Der Jahreskreis im Medizinrad

Aber ohne dem Ende gäbe es keinen Anfang in der Winterzeit, der Zeit der Neugeburt, der Quelle.

Davon erzähle ich aber erst wenn wir im Jahreskreis weiter vorangeschritten sind.

Die Herbstzeitlose 

ist schon immer eine Pflanze die aufgrund ihrer Giftigkeit außerhalb des geschützten Hages wuchs.

Denn wenn Nutztiere zuviel von dieser Pflanze frassen wurden sie krank. So hatte Sie ihren Platz anfänglich außerhalb des Hages. Sie wachsen gerne in der wilden und ungezähmten Seite der Natur und helfen dort den Schamanen und Hagezussen bei Naturritualen des Herbstes.

So habe ich die Herbstzeitlose auch hinter den Heckengehölzen wie Schlehe, Hagebutte und Weißdorn angetroffen.

Auch der Hag kündigt den Jahreszeiten Wechsel an, die Beeren sind reif und spenden uns eine willkommene Nahrung die uns auch über den Winter mit Vitaminen versorgt. 

Der Schwarzdorn

„die Schlehe“ oder auch Schlehdorn gilt gemeinhin auch als Stärkungsmittel.

So können diese Beeren gesammelt und auf verschiedene Arten, z. B. In Alkohol konserviert werden. 


Die Transformation,

die natürlich auch die Beeren in der freien Natur betrifft lässt sich dadurch etwas verzögern so das Du von den Beeren auch in der dunklen Jahreszeit genießen kannst.

Außerdem bewirkt die Transformation, das die Schlehe nach dem ersten Frost an Bitterkeit verliert. Es ist fast so, dass sich die Schlehe im Gegensatz zum Menschen auf diese Transformation freut, ihre Verbitterung nimmt mit dem Vergehen ab. Da kann der Mensch viel von teilhaben, der er ja eher mit dem Alter mehr und mehr verbittert. 

Diese Erkenntnis aus der Natur bezeichne ich als Naturmentoring.


Puja

Ein gutes Ritual zum Empfang der Transformation ist eine Pflanzenpuja.

Ich selbst bitte die Pflanzendeva mit Hilfe einer Puja, mich auf den kommenden Winter einzustimmen mir die Kraft für die Transformation zu geben.

Dazu sammle ich behutsam eine Handvoll Beeren von Schlehe, Weißdorn, Hagebutte und Holunder und lege diese an einen ruhigen Naturplatz für das Ritual aus. 

Mit einer Mischung von Beifuß, Wacholder und Salbei als Räucherritual schaffe ich einen heiligen Raum für die Puja.

Nun kann ich mich jeder einzelnen Pflanze in Ruhe widmen und eine seelische Verbindung aufnehmen.

Eine schamanische Meditation mit Hilfe der Trommel, das Reisetier des Schamanen, knüpft die Verbindung zur Planzenseele.

Zuletzt verbinde ich mich mit der mächtigen Herbstzeitlose um Kraft für die Transformation zu erhalten.

Nach dem der Rauch abgezogen ist und die Trommel verstummt und ich die Puja beende, bedanke ich mich bei den Pflanzendevas und gehe zufrieden und für die kommende Transformation gut vorbereitet nach Hause.

Solche kleinen Rituale kannst auch Du abhalten, probiere es doch einfach mal aus.

15 Sep 2019
Räucherritual mit einer Räuchermischung aus Salbei, Wacholder und Beifuß
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Uwe Schmidt